Das vertrackte mit den Fitness-Trackern

Sport ist Mord und kein Sport ist Selbstmord.

Vor knapp 4 Jahren erinnerte ich mich an meine sportliche Vergangenheit und stellte fest, dass ich doch reichlich aus dem Leim gegangen war. Ein Besuch bei meinem Arzt bestätigte meinen ersten Eindruck und so lag der Entschluss nahe etwas zu tun.

Es mag komisch klingen, aber nicht nur einen schlanken und gesunden Körper muss man sich erarbeiten. Auch 25 kg Übergewicht, eine Teerlunge und Fettleber ist harte Arbeit. Vor allem bedeutet es, dass man sich über Jahre hinweg einen Lebenswandel angewöhnt haben muss, der zumindest mal für einen selbst gut funktioniert.

In meinem Fall waren das, viel zu lange Arbeitstage, mit unzähligen Nachtschichten die schlicht nur mit Unmengen an RedBull, Pizza und Zigaretten durchführbar waren. Mein Sport war mein Job. Dass das auf die Dauer etwas zu einseitig ist, hatte ich zwar schon mit Anfang 30 verstanden, allerdings nicht wirklich verändern können oder wollen. Kurz vor der 40 verändert sich dann aber doch das eine oder andere.

Nach einigem hin und her, kaufte ich mir also ein Mountainbike. Abgesehen davon dass mein Körper sich nicht im geringsten daran erinnern konnte, dass es mal völlig normal für mich war, kurze Distanzen ( bis 20 km ) mit dem Rad zu überbrücken, fand ich doch recht schnell wieder gefallen an dieser Art der Fortbewegung.

Da ich bekennender Gadgetomane bin, lag es auch nah sich eine dieser coolen neuen Tracking-Apps aufs Handy zu ziehen. Zugegeben, Schmerz vergeht – Stolz bleibt und mit ein bisschen Number-Crunching macht es noch viel mehr Spaß, weil man sich so schön an den zurückgelegten Kilometern und verbrannten Kalorien ergötzen kann.  Ich entschied mich damals für Runtastic und dabei auch sehr schnell die Pro-Version für knapp 30 Euro im Jahr.

So wurden die Strecken länger, die Trainingsintensität wuchs und ich fing an, mich intensiver mit dem einen oder andern Thema rund um „Gesundes Leben“ zu beschäftigen.

Erfolge und Niederlagen

Damit unser Körper UND unser Geist einigermaßen funktionieren kann, bedarf es einer komplexen Orchestration von Einflussfaktoren auf Körper, Geist und Seele. Es ist nicht so einfach damit getan nur ein bisschen Sport zu machen und zu denken, dass alles so weiter geht wie vorher. Zwar ist es im großen und ganzen schon so, dass man abnimmt, wenn man weniger Kalorieren zu sich nimmt, als verbrennt, doch bedeutet dies noch lange nicht, dass man dabei auch gesünder ist. Meine sehr einfache Formel lautete

  1. Mehr  Bewegung
  2. Bessere Ernährung
  3. Mehr Schlaf

Was ist Erfolg ? 

Erfolg ist das Erreichen eines gesetzten Ziels.

Mein Ziel war es 20 kg abzunehmen und fit zu werden, das ganze ohne mein Leben wesentlich zu verändern.

Was ist eine Niederlage ?

Wenn das Ziel nicht erreicht wird.

Woran ich nicht dachte, war ob das Ziel überhaupt erreichbar ist und ob es ein sinnvolles Ziel ist. Es dauerte also nicht lange, bis sich die ersten Niederlagen einstellten.

Niederlage Nr. 1 – Nur Sport alleine bringt es nicht. 

Ich musste feststellen, dass meine einfache Formel ( Consume less – burn more) nicht zwangsläufig erfolgreich ist. Vor allem dann nicht, wenn man es übertreibt und Sport ohne Rücksicht auf Verluste betreibt. Der Körper schlägt in diesem Fall schneller zurück als einem lieb ist. Schnell stellen sich die ersten Verletzungen ein und der Körper gewöhnt sich daran ab und zu ein bisschen geschunden zu werden und dann sind die Abnehmeffekte schneller hin, als man denkt. Im Gegenteil, stresst man seinen Körper mehr als gewöhnlich, denkt dieser dass er sich gegen schlechte Zeiten wehren muss und behält das Fett schön für sich. Kontinuität ist hier also sehr wichtig, genauso wie ein strukturierter Aufbau in der eigenen Leistungsfähigkeit.

Niederlage Nr. 2 – Die richtigen Dinge essen und die Dinge richtig essen.

Das ich neben dem Sport die unterschiedlichsten Diäten ausprobiert habe, kann man sich wahrscheinlich vorstellen. Angefangen bei Atkins ( Fleisch ist mein Gemüse) bis hin zu veganer Ernährung, heiligt der Zweck ganz schnell die Mittel und zugegeben, irgendwann ist klar, dass 4 T-Bone Steaks die Woche auch nicht die Lösung sind.

Es kam also die zweite App dazu. Diesmal wurde es Myfitnesspal. Eine App, die mit Runtastic kompatibel ist und praktisch jedes Lebensmittel in irgendeiner Form hinterlegt hat. Die Nährstoffe, Mikronährstoffe und Kalorien werden hier gezählt und man kann durchaus sagen, dass es möglich ist, mit dieser App bei kontinuierlicher Benutzung herauszufinden, was man ernährungstechnisch richtig macht und was nicht.

Damit dies funktionieren kann, bedarf es vor allem auch der Disziplin seine Nahrung zu tracken, aber auch schlicht dem Wissen, was gute Ernährung ist und was nicht. Schwierig wird es hier vor allem dadurch, dass Mengen einzelner Zutaten variieren, wenn man selber kocht und Convinience Food sollte man tunlichst bleiben lassen. Nichts desto trotz eine gute App, mit der man so einiges steuern kann.

Niederlage Nr. 3 – Schlaf ist wirklich wichtig. 

Wer mich ein bisschen kennt, weiß dass Nachtschlaf in meinem Wertesystem eine eher geringe Rolle spielt. Nächte mit nur 2-4 h Schlaf waren in den vergangenen Jahren keine Seltenheit. In Projekt-Hochphasen sind auch mal 48 h Non-Stop Arbeiten kein Thema gewesen und selbst die halbherzigen Versuche meiner Vorgesetzten konnten daran nicht wirklich etwas ändern. Jetzt wo ich also angefangen hatte, Sport in mein Leben einzubauen, kam ich erst recht in Schwierigkeiten, denn die Arbeit musste ja trotzdem gemacht werden. Also fing ich an, die „verlorene Zeit“ erst recht über Nachtschichten zu kompensieren. Dies funktioniert zwar eine Weile, doch auch hier stellt sich schnell heraus, dass der Körper wenig Schlaf als zusätzlichen Stress ansieht und direkt mit Fettbaufbau kontert. Es kam also das nächste Tracking-Device dazu, diesmal eine Smartwatch von Garmin mit deren Hilfe ich meine Schlafangewohnheiten überprüfen konnte. Mit Hilfe dieser Smartwatch nebst dazu gehöriger Software lassen sich meine Schlafbewegungen und Gewohnheiten tracken. Somit erfahre ich, wie viel Tiefschlaf und wieviel leichten Schlaf ich jede Nacht geniesse.

Niederlage Nr. 4 – Eine Sportart alleine bringt auch nichts.

Nach dem ersten Jahr mit meinem Mountainbike hatte ich wieder Beine wie ein Pferd – Dummerweise gefühlt auch den gleichen Bauchumfang und nicht zu vernachlässigende Schulter und Rückenschmerzen. Nach dem dann auch noch Rennradfahren dazu gekommen war wurde dies auch nicht wirklich besser. Ich musste also ausgleichende Sportarten suchen. Diese waren schnell gefunden, nachdem meine Freundin mich im gemeinsamen Urlaub brustschwimmend hinter sich ließ und meine Überlebensversuche im Wasser eher dazu führten, dass ich nach 100 m ein Sauerstoffzelt brauchte, war klar dass Schwimmen durchaus hilfreich sein würde. Die Rückenschmerzen wurden besser, aber technisches Training leider unabwendbar. Mein Fazit, ein Sport alleine macht einen nicht gesünder, es bedarf also mehr und vor allem muss man die Sportarten technisch richtig ausüben, da es sonst zu Verletzungen kommt. Mitterlweile schwimme ich zwei bis  3 mal die Woche im Durchschnitt 1 h.

Niederlage Nr. 5  – Es gibt ihn nicht, den Durchschnittsmensch. 

An dieser Stelle wird es etwas komplizierter, weil ein wenig Mathematik ins Spiel kommt. Praktisch jede Fitnessapp errechnet ihren Kalorienverbrauch pro Sporteinheit. Aber nicht zwangsläufig nach den selben Algorithmen. Solange man allerdings keinen Brustgurt verwendet, gibt es zumindest eine Faustformel die oft zum Einsatz kommt.  Für Ihren Grundumsatz werden folgende Variablen benutzt :

  • Gewicht
  • Größe
  • Ihr Aktivitätslevel während der Arbeitszeit ( Multiplikator)
  • Ihr Alter ( Multiplikator – Je jünger desto mehr Energieverbrauch)
  • Geschlecht ( wird abgefragt, um die Muskelmasse einzuschätzen)

Wie sich Ihr Körpergewicht zusammensetzt, wird hierbei nicht berücksichtigt. Dass sie allerdings deutlich mehr Kalorien verbrauchen, wenn Sie sehr muskulös sind und weniger wenn sie eher fettleibig sind, wird dabei nicht berechnet.

Wenn es dann an den Sport geht, werden primär folgende Variablen benutzt:

  • Sportart (Multiplikator)
  • Dauer der Ausübung (Mulitplikator)
  • Gewicht (Mulitplikator)

Im Ergebnis werden so folgende Sportarten ( bei meinem Gewicht)  mit folgendem Kalorienverbrauch berechnet.

  • 4 h Golf = 2.000 Kcal
  • 2 h Kraulschwimmen (langsam) = 2.300 Kcal
  • 4 h Radfahren (mittelschnell) = 3.700 Kcal
  • 1 h Joggen = 784 Kcal

Ob ich hierbei meine Golftasche mit immerhin knapp 15 kg getragen habe und der Platz flach oder hügelig war, wird nicht berechnet. Auch beim Schwimmen wird die zurückgelegte Distanz nicht einkalkuliert. Beim Radfahren spielen Gegenwind, Steigung und Rollwiederstand ebenfalls keine Rolle im Berechnungsmodell.

So richtig valide können also die normalen Kalorienrechner nicht sein. Was mich zum nächsten Punkt brachte.

Tue ich die richtigen Dinge vs. tue ich die Dinge richtig.

Wie man sich vielleicht vorstellen kann, steht man nicht einfach so eines morgens vorm Spiegel und beschließt jeden Tag wenige zu arbeiten, besser zu essen und mehr zu schlafen. Vielmehr konzentriert sich das „Gesunde Leben“ erstmal aufs Wochenende und vielleicht auf den einen oder anderen Tag in der Woche.

Dank meiner Apps, Runtastic, Myfitnesspal und Garmin konnte ich ja zumindest mal nachverfolgen, ob ich quantitativ im grünen Bereich bin.

Verbrannte Kalorien, zu mir genommene Nährstoffe und Schlafpensum alleine sind aber dummerweise nur sehr oberflächliche Indikatoren für den Grad an Gesundheit.

Hier einige einfache Zusammenhänge:

Steigt der Puls, steigt auch die verbrannte Anzahl an Kalorien. Sie brauchen also nur in 20 Minuten 5 Zigaretten rauchen und dann in den 5 Stock steigen. Ihr Puls geht hoch auf 160 und sie verbrennen Kalorien wie ein Spitzensportler, weil ihre Arterien sich zusammenziehen und nichts mehr durchlassen. Wenn Sie dann noch leicht übergewichtig sind, steigert sich der Effekt entsprechend.

Ein niedriger Ruhepuls ist ein Zeichen für Gesundheit ? Kein Problem, drei Gläser Rotwein erweitern Ihre Arterien dermaßen, dass der Puls automatisch sinkt, Ihre Leber hören sie ja nicht schreien.

8 Stunden Schlaf sind gut für Ihren Körper ? Ganz einfach, 3 Valium und schon schlafen Sie wie ein Baby, dass ihr Körper dies genauso wenig gut findet, wie ihr Gehirn steht auf einem ganz anderen Blatt, denn ihnen fehlt die REM Phase und damit auch der Erholungseffekt des Schlafes.

5.000 kcal am Stück zu verbrennen ist prima, dann können sie Abends zwei Pizzen essen und das Ritual am kommenden Tag wiederholen. Auch eine super Idee, wäre da nicht die ganze Milchsäure in Ihren Muskeln, die diese komplett dicht macht – sprich nein sie werden am nächsten Tag keine weitere Radtour machen.

Aber:

Ihre jeweiligen Apps werden Ihnen anzeigen, dass alles in bester Ordnung ist.

Simple Quantität alleine bringt es nicht!

Die meisten modernen Apps zeigen Ihnen in unterschiedlichen Ausprägungen folgende Werte:

  1. Dauer der Aktivität
  2. Art der Aktivität
  3. Kalorienverbrauch
  4. Geschwindigkeit
  5. Herzfrequenz
  6. Zurückgelegte Distanzen
  7. Höhenmeter ( Effektiv, Nach oben, Nach unten und total basierend auf GPS)

Nach dem ich mehrere Apps gleichzeitig im Betrieb hatte ( Runtastic, Garmin Connect / Garmin Smartwach Fenix HR 3, Strava. wollte ich wissen, ob diese Apps bei der gleichen Strecke und gleichen Laborbedingungen den gleichen Kalorienbedarf errechnen.

Die Ergebnisse wichen ohne die Messung der Herzfrequenz nur geringfügig von einander ab. Daraus schließe ich, dass hier das obige Modell zur Berechnung der Kcal genutzt wurde.

Die entsprechenden Höhenmeter wurden aus meiner Sicht nicht nachvollziehbar mit in das Berechnungsmodell übernommen, lediglich die Geschwindigkeit spielte noch eine Rolle.

Aus den obigen Variablen wurden also lediglich die Dauer, Art der Aktivität und die Distanz in das Berechnungsmodell übernommen. Was für mich folgende Fragen aufwarf:

  1. Stimmen die ermittelten Werte bzw. wie unscharf sind diese?
  2. Wie lange muss mein Körper regenerieren, bis ich wieder Sport machen kann?
  3. Womit kann ich meinen Körper noch belasten ?
  4. Was sollte ich jetzt erstmal vermeiden?
  5. Wie kann ich eine Regeneration unterstützen?
  6. Wie finde ich den optimalen Mix an Maßnahmen heraus?
  7. Welche Daten brauche ich dafür?

Fitness ist eine Frage der Datenauswertung

Damit ich einen besseren Eindruck über meinen Fitnesszustand bekomme, habe ich mir ein großes Blutbild von meinem Arzt auswerten lassen. Hier zeigen sich deutliche Effekte der jeweiligen Diätprogramme, aber auch der diversen sportlichen Aktivitäten.

HDL / LDL gingen deutlich runter und auch andere Werte waren wieder im grünen Bereich.

Mit den vorhandenen Daten werde ich keine Antworten auf diese Fragen erhalten. Dementsprechend muss ich meine Toolbox aufbohren. Wer also einige zusätzliche Investitionen  für z.B. eine Smartwatch (450 €), Waage (130 €), Brustgurt ( 30€-500 €) oder Wattmessung (150€-1200 €) nicht scheut, der erfährt auch noch:

  1. VO Max ( Errechneter Wert)
  2. Watt ( Beim Radfahren)
  3. Anzahl Schwimmzüge (inkl. Schwimmstil)
  4. Erholungszeit ( Errechneter Wert)
  5. Körperfettwert
  6. Muskelmasse
  7. Knochenmasse
  8. Gewebemasse
  9. Schrittlänge
  10. Bodenkontaktdauer (Laufen)
  11. Belastung der Füsse ( Zeit auf Boden)
  12. Trittkraft in Pedale ( Rechts & Links)

Für knappe 1500 Euro habe ich also ein deutlich besseres statistisches Bild und kann mich besser einschätzen.

Das passt ja alles nicht zusammen.

Schwierig wird es, wenn sie nun unterschiedliche Devices haben ( Waage von Runtastic, Uhr von Garmin etc.)  und versuchen die Ergbebnisse zusammen zu führen, damit Sie ein Bild erhalten, wie es um Ihre Fitness bestellt ist.

Da jeder Hersteller ein wenig andere Schnittstellen hat und auch die Algorithmen zu Messung sehr unterschiedlich sind ( zeigt sich z.B. schon bei der Distanzmessung) kommen auch sehr unterschiedliche Ergebnisse zustande. Diese dann am Ende in ein Cockpit zu überführen, ist nicht ganz unkompliziert.

Zum einen, gibt es nicht sehr viele Apps, die Ergebnisse aus unterschiedlichen Trackingdevices oder Apps auch konsolidiert verarbeiten können. Apple und Google haben hier schon einiges geleistet auch Garmin und MyFitnesspal versuchen es un für echte Leistungsdiagnostik gibt es auch noch Trainingpeaks. Doch trotzdem, die Schnittstellen wollen oft nicht so, wie man es braucht und die Ergebnisse passen z.B. bei Energieverbrauch oder auch bei den Belastungen auf den Körper ( Laktat, VOMax) leider nicht immer zusammen und hier kommt mein Punkt. So kann das nicht weiter gehen, ich will belastbare Ergebnisse.

Walled Gardens statt OPEN API – was ein Quatsch!

Ob es einem als Hersteller nun gefällt oder nicht, Kunden begeben sich freiwillig in eine Plattform-Ökonomie und nicht unter Zwang. Das bedeutet, sie entscheiden sich für eine Uhr, Waage, Aktivitätenmessung, nicht zwangsläufig weil die Schnittstellen so schön zusammen passen, sondern weil das Design des Devices oder die Funktionalität oder bestimmte Daten ermittelt werden können. Es gibt also einen ganzen Blumenstrauss an guten Gründen, sich für oder gegen ein Produkt zu entscheiden, die Schnittstelle und Kompatibilität sind es aber eher nicht. Warum ? Weil Sie es nicht besser wissen. Praktisch jeder, der seinen Einstieg in die Leistungsmessung beim Sport macht, fängt mit einer Uhr oder halt einem anderen Device an, dass zunächst erstmal Informationen liefert und stellt nach einigen Monaten fest, dass es eigentlich viel mehr braucht, als nur dieses eine Device. Wenn man dann häppchenweise das eine oder andere Device nachkauft, stellen sich die Probleme ein, weil nicht nur die Bedienung komplex ist, sondern auch die Auswertung und Interpretation der Daten.

Viel schlimmer ist noch, wenn die Daten  ( um die es sich eigentlich dreht) entweder nicht valide sind oder nicht zusammen passen, weil halt jeder Hersteller sein eigenes Süppchen kocht und am Ende für mich ein Kalorienverbrauch ermittelt wird, der jenseits der Realität liegt oder falsche Erholungszeiträume berechnet werden, weil das Gerät eben doch nicht alles weiß oder weil jeder seine Daten unterschiedlich berechnet.

Hierbei sollte vor allem das Risiko vermieden werden, dass sich ein hochmotivierter Sport-Wiedereinsteiger, sich so dermaßen vergallopiert, dass er tot aus dem Straßengraben gefischt werden kann oder zumindest schnell wieder die Lust verliert, weil ihm/ihr von der App suggeriert wird, dass er alles richtig macht.

Im Kern der Sache, geht es vor allem darum, dass die richtigen Daten auch richtig ermittelt und so interpretiert werden können, dass man dafür nicht unbedingt Sportmedizin studiert haben muss.

Der Lösungsansatz?

Hier führen mit Sicherheit mehrere Wege nach Rom, sicher ist allerdings soviel, dass die Schnittstellen zwischen den Systemen, Apps und Devices der diversen Akteure ( Smartphone Hersteller, Uhren, Waage, App etc.) leider doch sehr optimierungsbedürftig sind. Auch die Daten werden zunehmend differenziert erfasst und so sind die Unterschiede zwischen so manchen Apps doch drastisch und das nicht nur im Kalorienverbrauch, sondern auch in Laktatwerten und Erholungszeiten und und und .

Es fehlt also sozusagen die Super-API, der Marktstandard oder auch schlicht der Abbau von künstlichen Barrieren und vielleicht auch das eine oder andere Produkt nicht zu tode zu diversifizieren.

Alternativ, würde ich mir eine Plattform wünschen, auf der ich alle Daten via Schnittstelle aggregieren kann ( sauber) und diese dann auch in die richtige Verhältnismäßigkeit gesetzt werden.

Dies vor allem unter der Berücksichtigung, dass eigentlich keine der Applikationen auf dem Markt so wirklich profunde Aussagen trifft, ob ich jetzt die Dinge richtig getan habe oder nicht.

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